Glossar

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  • Absäuern

    Mit Hilfe eines Säuregels ist es möglich die Betonoberfläche nach dem Aushärten zu bearbeiten. Dabei wird die Gesteinskörnung freigelegt. Es können jedoch im Vergleich zu Auswaschen nicht die gleichen Auswaschtiefen erreicht werden.

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  • Abwitterung

    Substanzverlust an der Oberfläche durch Witterungseinflüsse und Alterung der Baustoffe.

  • Architekturbeton

    --Sichtbeton-- 

    Normalerweise ist hiermit eine Art zu betonieren gemeint, die betont die ausgewählte Struktur einer Schalung zu Gesicht bringt. Oberflächennahe Schichten werden mit besonders feinem Beton ausgeführt, der aufgrund seiner Fließfähigkeit und Feinheit die Geometrie und Oberfläche seiner ehemaligen Schalungsbegrenzung gut abbilden kann. Für die Schalungen zum Sichtbeton werden verschiedenste gestaltete Flachmaterialien eingesetzt, Wellenmuster, Sägezahn-Profile und anderes. Auch künstlerische Techniken machen Gebrauch von Sichtbeton; mit Sichtbeton zu arbeiten ist eine besondere Ausprägung der Bildhauerei. Häufig wird Sichtbeton mit Holz kombiniert, da sich beide Materialien gut ergänzen. Jedoch ist im einfachen Fall auch der Brückenpfeiler der Autobahn, an den keine besonderen „kosmetischen“ Anforderungen gestellt werden, für den aber von Seiten der Autobahnämter eine Sichtbetonqualität gefordert wird, ein Sichtbeton, da er sich in der Regel unverputzt und unverkleidet präsentiert: die Oberflächen-Strukturen der Schalungsplatten und -Hölzer lassen sich oftmals gut in der Betonoberfläche erkennen.

  • Auswaschen

    Beim Auswaschen wird ein Kontaktverzögerer positiv bzw. negativ auf den Beton aufgebracht. Wichtig ist beim Auswaschen das der Auftrag vor dem Aushärten statt findet. Der Oberflächeneffekt ist durch die Freilegung der Gesteinskörnung gegeben.

  • Beton

    Beton ist ein Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung bzw. Betonzuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und Anmachwasser. Er kann außerdem Betonzusatzstoffe und Betonzusatzmittel enthalten. Zusammen mit Betonstahl oder Spannstahl kann Stahlbeton bzw. Spannbeton hergestellt werden. Es kann aber auch mit dem Zusatz von Fasern (Stahl, Kunststoff oder Glas) ein Faserbeton, bzw. Stahlfaserbeton hergestellt werden. Das Wort Beton kommt aus dem Französischen und wurde erstmals von Bernard de Bélidor in einem Buch über Architektur erwähnt. Der Zement dient als Bindemittel, um die anderen Bestandteile zusammenzuhalten. Die Festigkeit des Betons entsteht durch Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements unter Wasseraufnahme. Es wachsen Kristallnadeln, die sich fest ineinander verzahnen. Das Kristallwachstum hält über Monate an, sodass die endgültige Festigkeit erst lange nach dem Betonguss erreicht wird. Es wird aber, wie in der DIN 1164 (Festigkeitsklassen von Zement), angenommen, dass bei normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen nach 28 Tagen die Normfestigkeit erreicht ist. Das künstliche Gestein Beton hat zwei besondere zeitabhängige Eigenschaften. Erstens erfährt es durch die Austrocknung eine Volumenabnahme bzw. Verkürzung, was als Schwinden bezeichnet wird. Zweitens verformt er sich unter konstanter Last mit der Zeit, das so genannte Kriechen. Der größte Teil des Wassers entweicht nicht durch Austrocknung, sondern wird als Kristallwasser im Beton gebunden. Er trocknet also nicht, vielmehr bindet er ab. Das bedeutet, der zunächst dünnflüssige Zementleim (Zement + Wasser) steift an, erstarrt und wird schließlich fest, je nach Zeitpunkt und Ablauf der chemisch-mineralogischen Reaktion des Zements mit dem Wasser, der Hydratation. Durch das Wasserbindevermögen des Zementes kann der Beton, im Gegensatz zum gebrannten Kalk, auch unter Wasser erhärten und fest bleiben.

  • Betonarten

    Frischbeton

    Baustellenbeton

    Transportbeton

    Ortbeton

    Spritzbeton

    Unterwasserbeton

    Walzbeton

    Schleuderbeton

    Vakkumbeton

    Faserbeton

     

     

  • Betondichtungsmittel

    Betondichtungsmittel verbessern die Wasserundurchlässigkeit des erhärteten Zementsteins und damit des Betons. Dies geschieht durch eine gewisse wasserabstoßende Wirkung des Betonzusatzmittels.

  • Betonfertigteile

    Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteilkonstruktionen aus Stützen und Balken sowie fertige Sanitärzellen gehören mit zum Bauprogramm. Sogenannte Systemhäuser werden im Zuge des Rohbaus komplett aus Betonfertigteilen gefertigt.

  • Betonverflüssiger

    Wird verwendet zur Verminderung des Wasseranspruchs und/oder Verbesserung der Verarbeitbarkeit des Betons.

  • Betonzusatzstoffe

    Betonzusatzmittel sind flüssige, pulverförmige oder granulatartige Stoffe, die dem Beton während des Mischens in kleinen Mengen, bezogen auf den Zementgehalt, zugegeben werden. Sie beeinflussen durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften des Frisch- und/oder Festbetons.

    Es werden 18 Wirkungsgruppen/-Arten unterschieden:

    -- Betonverflüssiger
    -- Fließmittel
    -- Fließmittel/Verzögerer
    -- Luftporenbildner
    -- Dichtungsmittel
    -- Verzögerer
    -- Erhärtungsbeschleuniger
    -- Erstarrungsbeschleuniger
    -- Erstarrungsbeschleuniger für Spritzbeton
    -- Einpresshilfen
    -- Stabilisierer
    -- Sedimentationsreduzierer
    -- Chromatreduzierer
    -- Schaumbildner
    -- Elastische
    -- Expansionshilfe
    -- Passivator

  • CEB

    CEB ist die Abkürzung für Comite Euro-International du Beton (Euro-Internationales Beton Komitee)

  • Charakteristische Festigkeit

    Festigkeitswert, unter dem erwartungsgemäß 5 % der Grundgesamtheit aller möglichen Festigkeitsbestimmungen des betrachteten Betons liegen.

  • Dämmstoff

    Ein Dämmstoff ist ein Material mit geringer Wärmeleitung, das in der Bauindustrie, im Anlagenbau oder bei der Herstellung von Kühlschränken, Gefrierschränken o. ä. zur Wärmedämmung eingesetzt wird. Außerdem weisen Dämmstoffe auch schalldämmende und andere bauphysikalische Eigenschaften auf.

  • Dichte

    Quotient aus Masse und Volumen. Bei Boden: Masse des feuchten Bodens einschließlich der mit Flüssigkeit und Gas gefüllten Poren, ausschließlich Eigen- und Haufwerksporen. Bei Naturstein und Gesteinskörnugen: Trockenmasse ausschließlich etwa vorhandenen Porenraums, einschließlich Eigen- und Haufwerksporen.

  • Erstarrungsverzögerer

    Verzögerer bewirken eine Verzögerung beim Abbinden des Zementleims und erlauben damit eine Verlängerung der Verarbeitbarkeit von Beton.

  • Estrich

    Estriche sind Mörtelschichten, die als Fußboden auf einem tragfähigen Untergrund oder auf zwischenliegenden Trennschichten oder Dämmschichten angebracht werden.

  • Farbpigmente

    Pigmente (lateinisch pigmentum für Farbe) sind farbgebende Substanzen, die technisch verwendet werden.

  • Fasern

    Fasern bestehen aus Glas, Stahl oder Polypropylen. Diese werden dem Beton beigemischt. Folgende Punkte verbessern die Betoneigenschaften. -- Festigkeit -- Druckwerte -- Zugwerte

  • Fließmittel

    Fließmittel verbessern bei gleichem Wasser-Zement Wert die Verarbeitbarkeit des Betons oder vermindern bei gleicher Verarbeitbarkeit den Wasseranspruch und damit den Wasser-Zement Wert, was zu einer Erhöhung der Druckfestigkeit und der Dichtigkeit führt.

  • Fotobeton

    Mit Hilfe von Auswaschverfahren auf der Sichtbetonoberfläche ist es möglich fotoänliche Abbildungen zu erzeugen.

  • Gefügedichter Leichtbeton

    Ein Beton mit einer leichten Gesteinskörnung, der dicht ist und eine völlig geschlossene Oberfläche hat. Durch sein geringes Eigengewicht kann er vorteilhaft zum Bau von weitgespannten Brücken, Hochhäusern und Fertigteilen verwendet werden.

  • Hydrophop

    wasserabweisend

  • Imprägnierungen

    Oberflächenbehandlung zur Änderung von dessen Eigenschaften z.B. der Benetzbarkeit

  • Korngemisch

    Gesteinskörnung, die aus einer Mischung grober Gesteinskörnung und feiner Gesteinskörnung besteht und für die Betonherstellung ohne Zugabe weiterer Gesteinskörnungen geeignet ist. Anmerkung: Ein Korngemisch kann sowohl ohne vorherige Aufteilung in grobe und feine Fraktionen als auch durch Zusammenfügen grober und feiner Gesteinskörnungen als werkgemischte Gesteinskörnung hergestellt werden.

  • Kornzusammensetzung

    Auch Sieblinie genannt. Sollte so gewählt werden, dass sich die höchstmögliche Packungsdichte ergibt.

  • Luftporenbildner

    Einführung gleichmäßig verteilter kleiner Luftporen, z. B. zur Erhöhung des Frost- und Frost-Tausalzwiderstandes von Beton.

  • Microauswaschgel

    Oberflächenbehandlung mit Säuregel. Die Auswaschtiefen sind jedoch viel kleiner als bei normaler Auswaschung.

  • Muldenstein

    Werkmäßig hergestelltes Betonerzeugnis zum Herstellen einer Muldenrinne.

  • Negativverfahren

    Auftragungsweise des Kontakverzögerers beim Auswaschen. In diesem Fall auf die verdeckten Betonoberflächen des Werkstücks durch vorausgegangene Behandlung der Schalungsoberflächen.

  • Nutzungsdauer

    Zeitspanne, während der die Eigenschaften eines Bauwerks oder Bauteils zur Erfüllung der Leistungsanforderungen an das Bauwerk/Bauteil unter der Voraussetzung der bestimmungsgemäßen Instandhaltung ausreichen.

  • Oberflächenbearbeitung

    Unterscheidung in mechanischer, thermisch und/oder chemischer Bearbeitung am erhärteten Beton. Oberfläche wird mehr oder weniger tief entfernt und die Farbe der Gesteinskörnung tritt in Erscheinung. Siehe auch Absäuern und Auswaschen

  • Pflasterstein aus Beton

    Werkmäßig hergestelltes Betonerzeugnis zur Herstellung von Pflasterdecken im Außen- und Innenbereich, welches folgende Bedingungen erfüllt: In einem Abstand von 50 mm von jeder Kante weist kein Querschnitt ein horizontales Maß von weniger als 50 mm auf, seine Gesamtlänge dividiert durch seine Dicke ist kleiner oder gleich vier.

  • Positivverfahren

    Auftragungsweise des Kontakverzögerers beim Auswaschen. In diesem Fall auf die offen darliegende Betonoberfläche des Werkstücks.

  • Pulverfarben

    Fein aufgemahlene Farbpigmente, welche bei Verwendung im Beton alkalibeständig, lichtecht und witterungsstabil sein müssen.

  • Qualitätsbeton

    - siehe Betonarten - 

  • SVB

    Selbstverdichtender Beton (SV-Beton oder SVB, englisch: SCC: „self compacting concrete“) ist ein Beton, der allein durch die Schwerkraft entlüftet und die Bewehrung umschließt. Dies ist durch eine sehr fließfähige Konsistenz möglich, die durch moderne Hochleistungsbetonverflüssiger (HBV) auf Polycarboxylatbasis erreicht wird.

  • Textur

    Haptische Oberflächengestaltung der Betonoberfläche durch Wiedergabe der Schalungsform, Auswaschen, Absäuern oder mechanische Bearbeitung des Betons z. B. Stocken und Wahl des Zuschlags.

  • Trennmittel

    Trennmittel werden verwendet, um bei Abformprozessen ein Verkleben der Form mit dem Teil zu verhindern oder bleibend Gegenstände trennbar zu halten. Deshalb müssen sie in Abhängigkeit von der Saugfähigkeit der Schalhaut ausgewählt werden und dürfen nicht zu Verfärbungen des Betons führen.

  • Unterwasserbeton

    Unterwasserbeton ist Beton, der unter Wasser eingebaut wird. Damit sich der Beton beim Betonieren nicht entmischt, sind besondere Betonierverfahren, wie das Benutzen von ortsfesten Trichtern (Kontraktorverfahren), notwendig. Der Beton muss ein gutes Zusammenhaltevermögen und eine gute Verarbeitbarkeit haben. Dazu sollte der Zementgehalt mindestens 350 kg/m³ betragen. Unterwasserbeton wird insbesondere bei Schlitzwänden und im Grundwasser als Sperrschicht bei Bodenplatten verwendet.

  • Verdichtung

    Verringerung der Hohlräume in Böden, Baustoffen oder Baustoffgemischen durch mechanische Einwirkungen zur Erzielung einer größeren Lagerungsdichte.

  • Verzögerer

    Verlangsamen die chemische Reaktion (Hydratation) des Zements und verzögern das Erstarren des Zements sowie die Wärmeentwicklung. Anwendung:Herstellung größerer monolithischer Bauteile (Massenbeton), z. B. im Brückenbau, Fundamente Transportbeton, Betonieren bei hohen Außentemperaturen

  • Waschbetonpapier

    Papier, das mit einem Kontaktverzögerer beschichtet ist. Damit kann die Schalung vor der Befüllung mit Beton ausgelegt werden. Vorteil: Man kann sofort nach Einlegen des Waschbetonpapiers den Beton einbringen z.B. bei Drehtisch-Hermetikpressen.

  • Waschlack

    Beim Herstellen fein gewaschener Oberflächen werden die Zementschlämme an der Betonoberfläche durch Kontaktverzögerer am Aushärten gehindert. Nach dem Ausschalen der Fertigteile kann diese nicht ausgehärtete Oberfläche mit einem Wasserstrahl abgewaschen werden. Auf diese Weise kommen die farbigen Zuschläge des Betons stärker zur Geltung. Der uns altbekannte Waschbeton Grundsätzlich stehen für Waschbeton zwei Verfahren zur Verfügung: Negativ Verfahren und Positiv-Verfahren Beim Negativ-Verfahren wird in einer Form entweder ein Kontaktverzögerer direkt auf die Schalung aufgebracht, oder - gerade bei kleineren Werkstücken - ein mit Kontaktverzögerer behandeltes Papier in die Form eingelegt. Das Werkstück wird dann nach dem Ausschalen nach 16 - 24 Stunden mit Wasser und Bürste bearbeitet, um die durch Verzögerer nicht erhärtete Schicht abzuwaschen. Beim Positiv-Verfahren wird erst nach dem Einbringen des Betons die Betonoberfläche mit einem Kontaktverzögerer behandelt und die Oberfläche ebenfalls am darauf folgenden Tag mit Wasser und Bürste bearbeitet.

  • Wasserdurchlässigkeit

    Eigenschaft einer Schicht, Wasser durch offene Poren hindurch treten zu lassen.

  • Wassergehalt

    Abweichungen vom optimalem Wassergehalt beeinträchtigen die Gründruckfestigkeit. Muss im Zusammenhang mit der Verdichtungsart und -leistung stehen. Wassergehalt, Konsistenz und das Produktionsverfahren müssen aufeinander abgestimmt sein.

  • Zement

    Zement ist ein hydraulisches Bindemittel. Das heißt, dass Zement nach dem Anmachen mit Wasser sowohl an der Luft als auch unter Wasser erhärtet. Nach dem Erhärten bleibt er auch unter Wasser fest und raumbeständig.

  • Zementleimgehalt

    Zementleimgehalt muss auf die Kornzusammensetzung (Sieblinie) abgestimmt sein. Zu wenig bewirkt ein mangelhaftes Verkleben der Gesteinskörner, zu viel einen zu weichen Beton.

  • Zusatzmittel

    Zusatzmittel werden eingesetzt um den steifen Beton beweglicher und verdichtungswilliger zu machen. Um eine gute Wirkung zu erzielen, sollten sie möglichst spät zugegeben werden.